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Ein Weizenfeld im Jahreskreis: Teil 3 - das Wachstum

Nach dem Grubbern und der Aussaat (siehe Teil 1 und 2) beginnt die Keimung und das Wachstum des Weizens.

So schaute "unser" Weizenfeld am 27.11.2022 aus: Die Saat ist aufgegangen, der Winter kann kommen. Für Horns Landwirtschaftsstadtrat a. D. Josef Rieffer passt bisher alles bestens.

Bild: © Josef Pfleger

 

Ein Weizenfeld im Jahreskreis: Teil 2 - die Aussaat, eine Arbeit im Oktober

Wenn das Feld durch das "Grubbern" hergerichtet ist (siehe Artikel unten), kann die Aussaat erfolgen.

Beim Weizen geschieht das in Doberndorf so Mitte Oktober, im Weinviertel ist die Aussaat klimabedingt auch noch im November möglich. Saatmaschinen wie Traktoren sind in den großen Betrieben mit "High tech" ausgestattet.

 

Das Saatgut - hier im Bild ein sogenanntes "Originalsaatgut" - wird jährlich in kleineren Mengen angebaut. Aus der Ernte im folgenden Sommer wird der "erste Nachbau" gewonnen. Dieses Saatgut wird dann für die großen Flächen verwendet.

 

Die Sämaschine ist folgendermaßen aufgebaut:

1 - Säkasten

Mittels Luftdruck werden die Körner im Zyklon (2) angesaugt und so verteilt, dass sie durch die Säschläuche (3) verteilt werden können. 

4 - Die Zinken striegeln schließlich Erde über die Saatkörner, sodass sie im Boden keimen können.

 

Die Saatfurchen sind kerzengerade, obwohl der Landwirt das Lenkrad gar nicht angreift: GPS macht's möglich, ...

 

... die entsprechenden Geräte sind  in der Fahrerkabine des Traktors untergebracht. Irgendwie kommt man sich da wie im Cockpit des "Leonardo", dem neuen Hubschrauber des Bundesheeres, vor.

 

Ein Danke an Günther Wimmer, Schwiegersohn von StR a. D. Josef Rieffer, der uns bei den Aufnahmen und mit seinem Fachwissen unterstützte.

Alle Bilder: © Josef Pfleger

 

Ein Weizenfeld im Jahreskreis: Teil 1 - das "Grubbern", eine Arbeit im August

Ein Grubber im Einsatz

 

 Wenn nach der Ernte das Stoppelfeld umgebrochen ist und sich die Grünsaat zeigt (am Bild oben ist es Raps, der nach der Ernte von selbst aufgegangen ist), ist es Zeit zum "Grubbern". Dabei wird in einem Arbeitsgang "geackert" und "geeggt" und so das Feld für die Aussaat vorbereitet.

Manchmal muss der Vorgang, wenn nach dem ersten Durchgang im August weitere Saat aufgeht, im September noch einmal wiederholt werden, ehe Anfang Oktober dann die Aussaat des Weizens erfolgt.

Die Saat wird der nächste Artikel in dieser Serie.

 

 1 - Schar, 2 - Hohlscheiben, 3 -Walze

 

Ein Grubber besteht aus den "Scharen", die den Boden aufreißen, dahinter folgen die "Hohlscheiben". Diese sind meistens als Paar angelegt, die gegenläufig arbeiten. Sie sind für die Verteilung, das Durchmischen und das Einebnen zuständig. 

Den Abschluss bildet die Walze, die neben der Krümelung der Erde auch die Aufgabe hat, den Boden wieder zu festigen.

 

Auf diesem Bild kann man die beschriebene Arbeitsweise eines Grubbers gut erkennen.

 

Möglich wurde diese Serie erst durch Horns Landwirtschafts-Stadtrat a. D. Josef Rieffer, der uns mit seinem Fachwissen unterstützt und auch als "Fotomodell" mit seinen landwirtschaftlichen Geräten zur Verfügung steht.

Dafür ein herzliches Danke.

 

Alle Bilder: © Josef Pfleger