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Flugzeuge und Mobilfunk - des einen Freud, des anderen Leid

Bild: © Josef Pfleger
Bild: © Josef Pfleger

Kennen Sie sie noch - die Kondensstreifen am Himmel? Das Bild oben stammt vom 8. April 2020. Seither hat der Autor dieser Zeilen immer wieder nach Flugzeugen und ihren Kondensstreifen Ausschau gehalten, ist aber nicht "fündig" geworden. Kein Wunder, stehen doch die meisten Flugzeuge, so auch die Maschinen der AUA, seit Wochen am Boden. Was die Umwelt freut - wir hatten seit Menschengedenken nicht mehr "so gute" Luft -, bringt die anderen zur Verzweiflung: Viele Fluggesellschaften wird es bald nicht mehr geben, selbst die AUA braucht laut Mutterkonzern "Lufthansa" kolportierte 800 Millionen Euro, um überleben zu können. Und ohne AUA könnte auch der Flughafen Wien in finanzielle Turbulenzen geraten.

Bild: © Josef Pfleger
Bild: © Josef Pfleger

Die Originalaufnahme des Bildes schaut allerdings so aus - und bringt genau das zum Ausdruck, was derzeit im direkten Zusammenhang steht: Je weniger persönliche Treffen und je weniger geschäftliche Meetings möglich sind, desto mehr ist man auf Mobilfunk und (Glasfaser-)Leitungen angewiesen. 

"Homeoffice", online-Konferenzen und mittlerweile sogar Stadtrats-Sitzungen sowie Freizeitbeschäftigung am Computer - viel mehr Menschen haben dank "Corona-Virus" mehr freie Zeit, als ihnen lieb ist - bringen die Mobilfunk-Kapazitäten an ihre Grenzen. Man merkt es "mit freiem Auge" an den Download- und Uploadgeschwindigkeiten der Dateien, vor allem in "Stoßzeiten". also wenn viele Menschen gleichzeitig das Internet benutzen.

 

Hier ist es genau umgekehrt: Menschen freuen sich über die  Kommunikationsmöglichkeiten, dafür wird die Umwelt belastet. Nicht nur die Strahlung, sondern auch der Stromverbrauch steigt ordentlich. 

 

Das alte Sprichwort "Des einen Freud, des anderen Leid" ist damit um eine inhaltliche Facette reicher.


Josef Pfleger

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Kommentare: 1
  • #1

    josef.heidenreichstein@gmail.com (Freitag, 01 Mai 2020 09:13)

    Mir gehen die Kondensstreifen nicht ab, hätte allerdings auch nichts gegen weniger Strahlen.
    Da hat der Autor eben Recht: Des einen Freud, des anderen Leid ...